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Geotagging – Eine Hilfe zur Erinnerung

Fotografieren war noch nie so einfach wie heute.

Digitalkameras sind, ebenso wie die Speichermedien, billig. Und das jeweilige entwickeln der Bilder entfällt.

Man braucht nur noch die besten der Schnappschüsse ausbelichten lassen. Oder man belässt alles gleich digital. Die meisten Menschen haben ja heutzutage einen Computer.

Geosetter
Geosetter

Wo man aber früher auf dem Rücken der Papierbilder oder im Ordner noch Notizen machen konnte wann und wo diese Bilder entstanden so ist dies nun erstmal nicht mehr so einfach möglich.

Beziehungsweise wurde es sogar einfacher. Viele Programme bieten einfachste Bildverwaltungs-Eigenschaften. Zum Beispiel Googles Picasa, das auch eine Gesichtserkennung eingebaut hat, oder das beliebte aber kostenpflichtige ACDSee*. Von den ganzen speziellen Programmen mal abgesehen.

Hier ist es möglich Informationen zu den einzelnen Bildern zu speichern. Sie thematisch zu ordnen.
Wenn man dies konsequent durchführt hat man auch Jahre später noch alle Informationen zu den Bildern.

Und gerade der Punkt „Wo entstand dieses Foto“ lässt sich mit ein wenig Arbeit, oder Technik, recht problemlos lösen.
Das ganze nennt sich GeoTagging. Die Verortung von Fotos.

Picasa bietet zum Beispiel in Zusammenarbeit mit Google Earth die Möglichkeit den Ort zu markieren wo das Foto entstand. Diese Information wird fest im Bild gespeichert und ist somit immer abrufbar.

Aber nicht nur Picasa bietet diese Möglichkeit. Es gibt auch spezielle Programme dafür, die teilweise deutlich mehr Komfort und Umfang bieten.

Für Windows-Systeme bietet sich das kostenfreie GeoSetter an. Wenn man einen GPS Logger sein eigenen nennt kann man hier bequem die Trackdaten laden, und GeoSetter verbindet diese automatisch mit den passenden Fotos. Wichtig ist dabei, das die Uhrzeit in der Kamera stimmt, denn über die Zeitangaben der Fotos werden hier aus den Tracks eines GPS-Loggers die exakte Position bestimmt. Natürlich kann man die Position auch frei wählen. Tracks sind kein Muss, vereinfachen die Arbeit aber enorm.

GeoSetter holt auf Wunsch dann auch die Ortsnamen zu den festgelegten Koordinaten und speichert diese im Bild ab. Oder, was besonders Amateurfotografen mögen, legen eine Seitendatei an, in denen die Daten geschrieben werden. So wird das eigentliche Bild nicht angetastet.

Die hinterlegten Daten sind von anderen Programmen lesbar, so das diese Arbeit universell nutzbar ist.

Natürlich, wenn man das Hamburger Rathaus fotografiert weiß man, das ist das Hamburger Rathaus. Wenn man es denn noch kennt. Aber wer viel fotografiert hat auch mal Bilder dabei, die eben nicht so einfach einem Ort zuzuordnen sind. Erst recht nicht nach ein paar Jahren.
Durch das Geotagging ist dieses Problem behoben.

Gerade wer viel fotografiert sollte ein wenig Arbeit in die Speicherung seiner Bilder investieren, und mit dieser kostenlosen Möglichkeit sich die Daten zu speichern macht man nichts falsch. Profifotografen nutzen natürlich nicht nur das Geotagging, sondern ein allgemeines Tagging-System, um ihre ganzen Fotos zu katalogisieren.

Auch hier bietet übrigens Geosetter eine kleine Hilfe. Den Bildern können Keywords zugewiesen werden und auch weitere Daten gespeichert werden. Alle im standardisierten Format, so das andere Programme diese Daten auslesen können.

Dies Programm ist eindeutig nicht nur was für Amateuer- und Profifotografen. Auch gerade für Schnappschüsse ist es ideal geeignet. Natürlich besonders einfach wenn man einen GPS-Logger sein eigen nennt. Oder ein Handy mit GPS-Empfang.
Ein paar Nutzerberichte von GPS-Loggern gibt es übrigens bei Hombertho.

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1 Kommentar
  1. Mirko sagt

    Geosetter sieht echt interessant aus, werd ich mir am Wochenende mal etwas genauer anschauen. Danke schonmal dafür.

    Im ürbigen ist Google nicht nur dazu übergegangen die Fotos in Google Earth anzuzeigen. Auch in Google Maps können seit längerem User Fotos zu Orten eingeblendet werden. Leider existiert dabei keine Bewertungsfunktion für Fotos (oder ich hab Sie noch nicht entdeckt), denn manchmal sind so viele Fotos hinterlegt, dass man die wirklich guten Bilder bei der Masse einfach übersieht.

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