Schöne Scheine – Ein topaktueller Roman von Terry Pratchett

Ich bin ein Fan der Scheibenwelt.
Der Welt, die Terry Pratchett in seinen Romanen erschaffen hat. Und dank seines Talentes auch in allen Bereichen lebendig werden lässt. Auch wenn diese noch so absurd erscheint.

Natürlich muss man seine Art zu schreiben, seinen Humor und seine Anspielungen auf die Kugelwelt (die Erde) mögen. Ich tue es.

Schöne Scheine
Schöne Scheine

Er nimmt mit der Scheibenwelt unsere Welt humorvoll aufs Korn. Seine Romane zeigen immer wieder Parallelen, natürlich ins humorvolle versetzt. Und er hat es auch geschafft den Klassiker „MacBeth“ nicht zu veralbern, sondern humorvoll zu karikieren. In seiner eigenen unverwechselbaren Art.

Das Buch „Schöne Scheine“, welches im Original den guten Namen „Making Money“ trägt, handelt hierbei um ein immer noch hochaktuelles Thema. Die Banken. Und dabei erschien das Buch bereits vor der großen Finanzkrise hier auf der Welt.
Er hat quasi die die Finanzkrise bereits humorvoll auf die Schippe genommen, bevor diese überhaupt passiert ist. Wenn das nicht können ist…

Allerdings ist seine Lösung wohl nicht wirklich hier auf der Kugelwelt umsetzbar.

Aber worum es im Buch Schöne Scheine * geht:

Die Banken Ank-Morporks, der größten Stadt der Scheibenwelt, sind ein Witz. Sie haben bei der Bevölkerung keinerlei Vertrauen. Die Bürger lagern Ihr Münzgeld lieber unter der Matratze, als es auf die Bank zu bringen. Das ist sicherer.

Doch das Oberhaupt der Stadt, der „Patrizier“ Vetinari braucht ein gutes Bankensystem für seinen Plan ein Abwassersystem zu bauen. Und sicherlich auch für noch so manch andere Pläne.
Immerhin regiert er die Stadt nach dem Prinzip: Ein Mensch, eine Stimme. Er ist der Mensch, er hat die Stimme. Und alle wollen in dieser von einem selbsternannten Tyrannen regierten Stadt leben.

Nun hatte Vetinari vor kurzem einem zum Tode verurteilten Betrüger einen Job als Postminister in der Stadt angeboten. Denn die Post war eigentlich nicht mehr existent. Und bei den Versuchen das Postsystem wieder ins Laufen zu bekommen starben bereits einige Männer. Also ließ er diesen Betrüger hängen, aber so, das er nicht starb. Er überlebte, und bekam die Wahl den Job als Postminister zu übernehmen. Unter seinem wahren Namen Feucht von Lipwig.
Da die Post nun zur vollsten Zufriedenheit funktionierte, stellt der Patrizier den Postminister und ehemaligen Betrüger der alten Witwe vor, die die königliche Bank leitet. Der größten Bank der Stadt.

Der Postminister Feucht von Lipwig ahnt was Vetinari mit ihm vorhat, und sagt ab. Er will keine Bank leiten. Seine Heitmat sei nun das Postamt. Außerdem hat er keine Ahnung wie man eine Bank leitet. Nur, wie man sie beraubt.

Doch dann kommt alles anders, als die Witwe stirbt. Und ihrem Schoßhund 51% der Bank vermacht.
Ein Erbe, das diesen kleinen Hund sicherlich den Tod kosten würde, wenn man die gierige und vor nichts zurückschreckende Verwandschaft der Witwe bedenkt.
Doch als letzten kleinen Schachzug vererbt sie den Hund Feucht von Lipwig. Ein Erbe, das er nicht ausschlagen kann. Es sei denn er möchte das der Part des Testaments in Kraft tritt, wo die Witwe posthum den Assasinen auf Feucht von Lipwig ansetzt.

So ist nun ein ehemaliger Betrüger der Leiter der königlichen Bank von Ank-Morpork, und der angeschlossenen Münzanstalt. Gehetzt von seinem Bestreben nun die Bank zu führen ohne wirklich Ahnung von der Materie zu haben, und von der Verwandtschaft, die ihn am liebsten Tod sehen würde.

Ein Nervenzusammenbruch des Hauptkassierers, fehlendes Gold und 4.000 uralte Golems die Feucht von Lipwigs Verlobte „ausgegraben“ hat führen zu einem Eklat.

Fazit

Schöne Scheine

Ich habe dieses Buch verschlungen. Selbst ohne den Hintergrund der Finanzkrise ist dieses Buch herrlich zu lesen. Terry Pratchett setzt herrliche Pointen und beleuchtet dabei auch wieder die Realwelt. Die Charaktere sind hervorragend beleuchtet, und wirken nicht oberflächlich. Sich in die Geschichte rein zudenken ist problemlos möglich. Ein schönes Buch.

My rating: 5.0 stars
*****

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1 Kommentar

  1. Georg sagt

    Von Terry Pratchett habe ich nur die Death Trilogy auf Englisch gelesen..Aber es war genug um ihm zu schätzen! danke für die Empfehlung

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