Meine Erfahrungen mit dem Tagesgeldkonto der Bank of Scotland




www.bankofscotland.de


Ich finde Tagesgeldkonten sinnvoll. Eignen Sie sich doch ideal um kurzfristig Geld zu parken, und doch Zinsen dafür zu bekommen. Es müssen ja auch nicht immer tausende Euros sein.

Für den der nicht mit dem Begriff Tagesgeldkonto anfangen kann: Tagesgeldkonten sind eine Mischform zwischen einer festen Anlage mit Verzinsung und einem flexibel abhebbaren Konto wie z.B. dem Girokonto.
Einlagen auf einem Tagesgeldkonto werden verzinst, allerdings hat man auch kurzfristig ohne Kündigungszeiten Zugriff auf das Konto. Dabei kann zwar nicht direkt aus dem Tagesgeldkonto Geld an andere Konto überwiesen werden wie im Girokonto, aber meist hat man 24h später das Geld auf seinem eigenen Giro-Konto, wenn man es denn will/braucht. Man ist nicht an eine Mindestlaufzeit gebunden ehe man über das Geld verfügen kann, deswegen Tagesgeld. Man kann täglich da ran.

Als ich zum Beispiel nach meinem Unfall das Geld von der Versicherung bekam, der neue Wagen aber noch nicht da war, konnte ich das Geld so kurzfristig gut anlegen.

Allerdings nutze ich das Tagesgeldkonto nicht nur dafür. Ich habe da auch immer eine kleine Rücklage, die eben nicht auf dem Girokonto sein muss, und fürs Festanlegen dann doch zu wenig ist, bzw. dann eventuell in Zukunft gebraucht wird.

Denn auch wenn man mal nur ein paar Cent an Zinsen bekommt, immerhin bekommt man noch was. Eine gute Auflistung von Tagesgeldkonten und deren Bedingungen findet man, wie im September geschrieben, bei Biallo. Allerdings will ich euch hier einmal meine Erfahrungen mit dem Tagesgeldkonto der Bank of Scotland* aufschreiben.

Allerdings sollte man die Bank of Scotland (BOS) nicht mit der Royal Bank of Scotland (RBS) verwechseln. Die Bank of Scotland ist ein Teil der Lloyds Banking Group, die Royal Bank of Scotland musste im Rahmen der Finanzkrise verstaatlicht werden und ist auch 32 Jahre jünger.

Was natürlich ganz wichtig ist: Die Bank of Scotland ist eine englische Bank. Und sie ist damit auch dem englischen Einlagensicherungsfond angeschlossen. Dieser sichert aber 50.000 GBP pro Person, bzw.  50.000 Euro. Das so eine Sicherung nur so gut ist wie der Staat der dahinter steht weiß man ja seit dem die isländischen Banken zusammenbrachen. Allerdings wurden auch dort alle deutschen Einlieger ausbezahlt. Und dem britischen Bankensystem als solches, und dem Staat der ja auch noch dahinter steht, traue ich ein wenig mehr als den Isländern.
Allerdings ist dies eine Einschränkung über die man sich bewusst sein muss.  Die meisten dürften sich aber an dem Limit der Sicherung des Tagesgeldkonto von 50.000 Euro nicht stören.

Erfreulicherweise ist die Bank aber immer an der Spitze des Zinsvergleiches zu finden. Da stört es auch nicht das nur ein Online-Banking möglich ist.

Die Einrichtung eines Kontos geht schön schnell. Für die nötige Verifikation bei der Anmeldung wird das PostIdent-Verfahren der Post genutzt. Außerdem ist ein Mobiltelefon nötig, da hier eine TAN übertragen wird.


Erstaunt war ich beim damaligen Einrichten, das ich ein paar Antworten zu nicht alltäglichen, aber privaten Fragen einrichten sollte. Diese werden dann später bei jedem Login wahlweise abgefragt. Hier ist das Banking also nicht nur mit Benutzername und Passwort geschützt. SSL-Verschlüsselte Seite ist natürlich Standard. Immer eine dieser Fragen (z.B. „Welchen Beruf hatte Ihr Großvater“) zu beantworten ist zwar irgendwie nervig, gibt aber einem doch ein recht sicheres Gefühl. (Und notfalls speichert man sich die Antworten in einen Passwortmanager wie Roboform in dem man die Antworten sicher speichern kann und per Knopfdruck das Formular ausfüllt.

Die Konto-Oberfläche ist normal. Schön ist dabei aber auch die direkte Anzeige der bisherigen Zinsen. Man findet eh alle wichtigen Angaben sehr leicht.

Eine nette Funktion ist der Dauerabbuchungsauftrag. Hier kann man der Bank of Scotland einn Betrag vorgeben, den diese monatlich vom Referenzkonto abbucht. So ist das Ansparen problemlos möglich. Wenn man keinen Dauerauftrag vom Girokonto aus einrichten will, mit dem das natürlich ebenso geht.

Über den Service kann ich bisher nichts berichten. Ich habe ihn noch nie benötigt. Überweisungen sind aber zuverlässig schnell.

Alles in allem bin ich voll zufrieden mit dem Tagesgeldkonto bei der Bank of Scotland*, und kann es nur empfehlen.
Zumal: die Kontoführung ist kostenlos. Momentan gibt es 30 Euro für Neuanmeldungen, und 2,2% Zinsen.

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% S Kommentare

  1. Philipp sagt

    Hast du selbst denn auch vom dem Startguthaben profitiert und dieses schon gutgeschrieben bekommen? Mal scheint das Geld schnell auf dem Konto zu sein, dann dauert es mal wieder mehrere Wochen…

    Falls doch mal etwas mehr Geld übrig ist, welches nicht länger benötigt wird, auch einmal das Festgeld der BOS beachten – die Konditionen schneiden im Vergleich sehr gut ab. Vielleicht lohnt hierzu auch ein eigener Bericht?

  2. Chris sagt

    Ich bin schon vor der Aktion da Kunde geworden. In sofern habe ich von dem Startguthaben nicht profitiert.

    Und Festgeld… ist ja auch nicht unbedingt immer die beste Anlagemöglichkeit. 😉
    Aber stimmt. So schlecht sind die da auch nicht.

  3. Nils sagt

    Da hast Du aber ausgesprochenes Pech gehabt. Denn es ist gar nicht so leicht bei der Bank of Scotland eine „aktionsfreie“ Phase zu erwischen: die Neukunden-Aktion ist da gewissermaßen fast ein Dauerzustand. 😉 Wurde gerade erst schon wieder verlängert.

    Diese Sicherheitsabfrage ist zwar schön und gut, wurde mir aber schon einmal zum Verhängnis. Denn man loggt sich da ja nicht so oft ein (schließlich passiert auf dem Konto ja nicht viel) und somit vergaß ich die Antwort auf eine Frage. Schlussendlich wurde dann mein Zugang gesperrt, aber nach einem kurzen Anruf bei der Bank of Scotland (erfreulicherweise über eine „echte“ Festnetznummer erreichbar) war das dann auch wieder behoben.

    Auch von mir jedenfalls eine klare Empfehlung für die BoS! Ich finde lediglich, dass die Überweisungen von und zum Konto ruhig ein Tag schneller gehen könnten. Dauert bei mir meist so um die drei Tage…

  4. Alex sagt

    Ich bin noch kein BOS Kunde, würde aber mal gerne wissen ob man mit Anrufen oder Werbung belästigt wird. Ein Bekannter von mir behauptet dies. Wie sind Eure Erfahrungen?

    Danke!

  5. Chris sagt

    Also ich wurde bisher noch nie von denen angerufen. Und mit Werbung wurde ich auch nicht belästigt.

  6. Finanzchef sagt

    @Chris
    Stimmt, haben mich weder mit Werbung zugemüllt noch Telefonterror gemacht -> freu 🙂

  7. schneider sagt

    unglaublich umständlich, kein direkter Einlogbutton sofort zu finden; man muss umständlich suchen. Wenig kundenfreundlich!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Die Bank sollte mal den Service von anderen Banken ansehen!!!!!!!!!!!!!

  8. Chris sagt

    @schneider:

    Bist Du sicher, das Du die Bank of Scotland meinst? Der „Login“-Button oben rechts ist nämlich schon ewig da, und eigentlich auch nicht zu übersehen.

    Oder meinst Du die Royal Bank of Scotland? Ähnlicher Name, anderes Unternehmen.

    Und nur noch als weiterer Hinweis: Mehr Ausrufezeichen machen die Sache nicht deutlicher.
    Schau mal nach einem Zitat von Terry Pratchett zum Thema mehrere Ausrufezeichen.

  9. Jakob sagt

    Wie sind denn Eure Erfahrungen mittlerweile damit? Ich denke zur Zeit auch über ein Tagesgeldkonto bei denen nach, habe aber keine Lust mit Werbung etc. zugedeckt zu werden. Oder gibt es zwischenzeitlich ein anderen Tagesgeldkonto, welches ihr empfehlen würdet?

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