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Sanfter wecken geht kaum noch

Wie ja schon vor kurzem geschrieben habe ich momentan einen Sleeptracker zum Test hier.

Und über den schnellen Versand und die Verpackung habe ich ja bereits ein wenig im Unboxing-Video gesagt. Aber nun, nachdem ich den Wecker ein paar Tage testen konnte kommt hier mein Eindruck.

Äußeres

Sleeptracker
Sleeptracker

Wie im Video bereits gesagt ist der Sleeptracker elite vom Aussehen her nicht mein Favorit. Das Gerät erinnert mich an frühere Digitaluhren die ich hatte. Allerdings muss man natürlich fairerweise sagen das man die Uhr beim schlafen nicht sieht.

Sowohl die Gehäuse-Oberseite, als auch das Armband, sind komplett aus Plastik. Die Gehäuse-Rückseite ist eine Metall-Platte. Insgesamt ist das Gehäuse aber ordentlich verarbeitet. Sowohl Plastik als auch der Metalldeckel sind stabil und sitzen absolut passend. Das Armband ist flexibel genug.
Also von der Verarbeitung und der Wertigkeit der Materialien kann man nicht meckern. Die sind absolut in Ordnung.

Funktion

Die Funktionsweise dieses Weckers ähnelt denen einer normalen Armbanduhr.
In der Hauptanzeige sieht man die aktuelle Zeit und das Datum. So ist der Sleeptracker also auch problemlos als normale Armbanduhr nutzbar.
Besonderes Augenmerk liegt hier aber natürlich auf der Weck-Funktion. So verwundert es sicher auch nicht, das hier gleich mehrere Displays sich nur um das Wecken beziehungsweise den Schlaf drehen.

Allerdings geben beim ersten Anschauen einige der Displays Fragen auf. „Alarm“ ist klar. Wann man geweckt werden will. „Window“? „To Bed“? Und „Data“?

Naja, diese Anzeigen sind nötig, weil der Sleeptracker eben nicht nur eine normale Armbanduhr ist, sondern wirklich ein hochmoderner Wecker.
Die in „Window“ eingegebene Zeit gibt an in welchem Zeitrahmen man vor der Alarm-Zeit geweckt werden will.  Wenn der Sleeptracker innerhalb dieses Zeitfensters eine Nah-Wach-Phase feststellt wird er den Benutzer wecken. Und da man in dieser Phase eigentlich eh schon fast wach ist dies die sanfteste Art einen zu wecken. Man fühlt sich ausgeruht und nicht noch völlig verschlafen. Denn wer aus der Tiefschlafphase geweckt wird ist nicht so fit. So jedenfalls die Theorie, die die Wissenschaftler aufstellen.

Im „To Bed“ Display gibt man die Uhrzeit an, zu der man schlafen geht. Beziehungsweise 30 Minuten später. Mit einem kleinen Tastendruck wird dabei einfach die aktuelle Zeit + 30 Minuten genommen. Diese Daten sind aber auch nur dann wichtig, wenn man die Statistikauswertung nutzen möchte.

Mein Test

Auf diesen Test war ich wirklich gespannt. Versprochen wird viel, aber kann der Wecker das auch halten?
Und da ich oftmals nicht so gut aus dem Bett komme hatte ich die Hoffnung das dieser Wecker wirklich was bringt.

Zuerst aber der Rückschlag. Ich konnte nicht so gut schlafen. Was mich aber nicht weiter verwundert hat. Ich bin es immer gewohnt gewesen ohne Uhr zu schlafen. Nun mit Uhr war halt ungewohnt.
Nach ein/zwei Nächten hat der Sleeptracker mich aber in keiner Weise mehr gestört.

Gerade am Anfang war ich natürlich skeptisch. Bin ich jetzt früher wach geworden weil der Wecker mich noch irritierte? Oder war es der Wecker? Aber ich war doch wach bevor der Wecker losging…

Von meinem alten Wecker wurde ich ja eigentlich auch immer geweckt. (Ok… dies eine Mal verschlafen…)
Aber was ich ganz ehrlich sagen muss: der alte Wecker ging schon länger, ehe ich dann wirklich wach war und aufstand.
An allen Tagen im Tests jetzt hatte ich mit dem Sleeptracker das Gefühl wach gewesen zu sein, als der Wecker losging. Ich war fit. Und ich bin teilweise eine Stunde früher aufgestanden!

Eine Stunde früher auf. An sich wäre das für mich ein Grund sich noch einmal kurz hin zu legen. Müde… will noch nicht.
Aber mit dem Sleeptracker bin ich wirklich fit. Ich bin wach geworden und hatte nicht das Gefühl das mir Schlaf fehlen würde.  Etwas, was ich mir vorher nicht vorstellen konnte. Es sei denn ich habe ausgeschlafen.

Das Wecksignal ist dabei auf die eigenen Bedürfnisse einstellbar. Entwedern ein Piepen, was meiner Meinung nach nicht sehr laut ist, ein Vibrationsalarm oder beides zusammen. Da ich das Piepen als relativ leise empfinde und Angst hatte das nicht zu hören und davon wach zu werden (ich muss da an meinen normalen Wecker denken…) habe ich beide Alarmvarianten aktiv. Den Vibrationsalarm am Handgelenk sollte man ja wahrnehmen, selbst wenn eine Decke auf der Uhr liegen sollte.
Aber nach dem Test bin ich mir nicht mehr sicher, ob nicht nur das Piepen reichen würde. Da ich ja wirklich schon fast wach bin würde man auch von einem leisen Piepen wach werden.

Statistik. Orange: Nah-wach. Grün: Gewinn
Statistik-Ausschnitt. Orange: Nah-wach. Grün: Gewinn

Die Statistik ist nett. So sieht man mal wie man schläft. Man bekommt auch genauere Angaben über die einzelnen Schlafphasen. Allerdings: man muss die Daten jeden Tag auslesen, da der Sleeptracker nur die Daten der letzten Nacht speichern kann. Eigentlich ein kleiner Minuspunkt.

Rechts ist ein kleiner Ausschnitt von meinen ersten zwei Nächten mit dem Sleeptracker. Sehr viele Nah-Wach-Phasen (orange), aber da hatte ich mich auch noch nicht an das Geräte gewöhnt.

Fazit

Ich bin vom Sleeptracker wirklich überzeugt. Ich gebe zu ich war dem ganzen bereits vorher relativ positiv gegenüber eingestellt, war aber dennoch skeptisch, ob das wirklich funktioniert.

Ich bin aber wirklich überzeugt worden. Klar, das Gerät wurde mir kostenlos zum Test zur Verfügung gestellt. Aber der einzige Wunsch von sleeptracker.de war: „Fairness. Einen ordentlichen, fairen Artikel“.
Und ganz fair muss ich sagen:

Das Gerät ist teuer, und das Design nicht wirklich toll.
Aber die Funktion, also das gute Wecken, die ist wirklich top und im Endeffekt auch sein Geld wert.

Wer morgens schwer aus dem Bett kommt dem dürfte der Sleeptracker wirklich helfen. Und vor allem auch helfen den Tag besser zu beginnen. Der Preis ist dabei denke ich der einzige Nachteil.

Ach ja, was auch besonders toll ist: durch den Vibrationsalarm ist es so problemlos möglich sich wecken zu lassen ohne das der Partner, der vielleicht noch weiter schlafen kann geweckt wird.

In sofern wirklich ein Tipp. Wenn auch ein teurer. 😉

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