Das Buch des Teufels – C. J. Sansom

Ich liebe historische Romane.
Oftmals mag ich gerade die so für uns irgendwie doch fremde Welt.

So konnte ich dem Buch „Das Buch des Teufels“ von C. J. Sansom nicht widerstehen. Ein historischer Kriminalroman. Und dann noch den Teufel im Titel. Das muss doch gut sein.

Das Buch des Teufels
Das Buch des Teufels

Nein. Der „Teufel“ war nicht der Grund für mich das Buch zu kaufen. Aber der Klappentext gefiel mir. Was ich erst später feststelle: es ist der vierte Teil einer Reihe.
Doch zum Glück ist jeder Band für sich selber lesbar.
Denn ich habe es schon öfters erlebt das ein Band einer Reihe nur wirklich Sinn macht, wenn man die Vorgänger gelesen hat. Deswegen bin ich bei so etwas immer kritisch. Hier war es aber kein Problem. Bis auf ein paar Anspielungen, die nicht die Geschichte bestimmten, konnte ich nichts entdecken.

Aber nun zur Geschichte:

Das Buch des Teufels spielt in der Tudorzeit in England. Genauer gesagt in London, kurz vor der Heirat von Heinrich VIII. mit seiner sechsten Ehefrau Catherine Parr.

Das ganze beginnt im März 1543. Bei einer Theateraufführung in der Anwaltsgilde.
Der buckelige Anwalt Matthew Shardlake findet kurze Zeit später, am Ostersonntag, seinen guten Freund und Kollegen grausam ermordet. Sein Versprechen, der frischen Witwe gegenüber und sich selbst, den Mörder zu finden, führt Ihn in politische Kreise. Kreise, die er eigentlich meiden wollte, und die in dieser sehr schwierigen Zeit sehr gefährlich sind.
Politische Kreise waren schon immer gefährlich, aber in der Zeit, in der in England der religiöse Eifer gegen Abweichler enorm ist, sind diese Kreise noch gefährlicher geworden.

Zuerst scheint es, als wird dem Mord von offizieller Seite keine große Beachtung geschenkt, aber das täuscht. Im Auftrage des Erzbischofs Cranmer, bekommt der Anwalt Shardlake das Angebot mit dem stellvertretenden königlichen Coroner Harsnet zusammen zu arbeiten. Denn der Mord an seinem Kollegen und Freund war nicht der erste dieser Art. Ein Arzt wurde ein paar Wochen vorher auf ähnliche Weise ermordet. In direkter Nähe zum König. Und es könnten die schwellenden religiösen Spannungen weiter verschärfen.

Nachdem ein weiter zurückliegender Mord in Zusammenhang mit diesen beiden Morden gebracht wird taucht eine verstörende Vermutung auf: Die Morde ähneln den Prophezeiungen im Buch Offenbarung von Johannes in der Bibel.
Kommen noch mehr grausame Morde?

Fazit


Das Buch ist spannend geschrieben. Die Mörderjagd ist packend.
Daneben zeichnet das Buch aber auch ein sehr lebendiges Bild vom England zu dieser Zeit. Den Glaubensvorstellungen und den Fundamentalisten. Den Lebensbedingungen in dieser Stadt. Aber auch von der Medizin.
Man kann sich in diesem spannenden Buch wirklich gut in die Zeit hinein versetzen.
Auch die politische Geschichte um Heinrich VIII., Catherine Parr und Thomas Seymour wird gut geschildert.

Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Auch wenn man die anderen Bücher der Reihe nicht gelesen hat. Ich habe die ja auch noch nicht gelesen. Noch nicht…

P.S.: Da gestern das System hier leider nicht so wollte wie ich, kommt dieser Artikel leider erst heute. Ich konnte mich leider partout nicht im Administrationsbereich arbeiten. Heute ging es wieder, wie von selbst geheilt.

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