Auto-Kompressor – AEG KD 7.0

Die meisten dürften schon an Ihrem Auto die Reifen gewechselt haben. Schließlich heißt es ja auch: Von „O“ bis „O“. Von Oktober bis Ostern.

Egal ob man nun selber die Reifen gewechselt hat (z.B. nach dieser Anleitung) oder dies in der Werkstatt machen ließ. Entscheidend ist ja, das nun das Auto die Sommerreifen drauf hat.

Ich gehöre zu der Fraktion, die Ihre Reifen selber wechseln. Zum einen habe ich die Möglichkeit die Reifen in einem Keller zu lagern, und zum anderen ist dies ja alles kein großer Aufwand.
Nur musste ich bisher immer nach dem Reifenwechsel die nächste Tankstelle aufsuchen. Denn den Reifendruck konnte ich nicht wirklich gut vor Ort kontrollieren. Anders als es eine Werkstatt ja gleich tun sollte.

Aber auch das ist nun vorbei. Nicht zuletzt weil immer weniger Tankstellen hier in der Gegend vernünftige Reifendruckprüfer beziehungsweise Kompressoren hat. Entweder sind die Geräte hier immer defekt. Oder umständlich zu bedienen, mehr als ungenau oder man muss den langen Schlauch irgendwie ohne den Lack zu zerkratzen ums Auto ziehen.

Alles nervig. Nicht nur beim Reifenwechsel, sondern auch zwischendurch. Denn ich kontrolliere den Reifendruck regelmäßig, insbesondere vor längeren Fahrten.

Und so habe ich mir jetzt einen kleinen Kompressor gekauft, der am Zigarettenanzünder angeschlossen wird. Einen automatischen Kompressor.
Dieser Unterschied ist wichtig, denn viele neueren Fahrzeuge, zu denen meiner wohl auch schon zählt, haben kein Ersatzrad mehr, sondern einen kleinen Kompressor und Reifendicht-Mittel als Bordwerzeug.
Allerdings ist dieser Bordwerkzeug-Kompressor alles andere als komfortabel, dazu aber unten mehr.

AEG Kompressor KD 7.0

Ich habe mir den AEG Kompressor KD 7.0* gekauft. Ein kleiner und günstiger Kompressor, der auch viele gute Bewertungen erhalten hat.
Die technischen Daten lesen sich auch nicht schlecht:

  • automatische Abschaltung bei Erreichen eines vorher gewählten Drucks
  • nutzbar bis 7 bar (100psi)
  • kleine Maße
  • integrierte Taschenlampe
  • Kabel und Schlauch bequem am Gerät unterzubringen.

Jetzt am Wochenende war bei mir der Reifenwechsel dann fällig, und damit auch gleich der erste Einsatz des Gerätes. Und soviel vorweg: ich bin begeistert.

Sobald man den Kompressor am Bordnetz angeschlossen hat (und je nach Auto die Zündung eingeschaltet hat) ist das Gerät betriebsbereit. Jetzt kann man mit den Plus- und Minus-Tasten unter dem kleinen blau leuchtendem Display den gewünschten Druck einstellen. Wer die Anzeige lieber in einer anderen Einheit haben möchte (bei mir startete er mit psi) der drückt die R-Taste bis es passt (z.B. wie bei mir in bar).
Nach Einstellen des gewünschten Drucks verschwindet die Anzeige zwar wieder, aber das Gerät hat den Druck gespeichert. Nun kann man den Luftschlauch auf das Ventil schrauben. Ja, richtig. Hier wird anders als an den meisten Tankstellen geschraubt. Das sorgt dann aber auch für einen vernünftigen Anschluss, etwas, was mir an mancher Tankstelle nur schwer gelang.

AEG KD 7.0 im Einsatz
AEG KD 7.0 im Einsatz bei nicht ganz sauberen Felgen. 😉

Sobald jetzt der Schlauch fest geschraubt ist zeigt das Gerät einem den vorhandenen Druck an. Und macht erst mal nichts weiter. Wenn einem der vorhandene Druck reicht ist das ok. Ansonsten einfach den Einschalter betätigen und der Kompressor wird aktiv. Nicht gerade ein Flüstermodus, aber Ohrenschützer braucht man nicht. 😉 Eine kleine Hörprobe gibt es auf Youtube.
Sobald der gewünschte Druck erreicht ist, schaltet das Gerät ab. Beziehungsweise gibt das Gerät standardmäßig 0,05bar mehr drauf. Denn beim abschrauben verliert man immer ein wenig Luft. (Wobei ich hier fast das Gefühl habe, das dies auch nicht mehr ist als mit den Schnellverschlüssen der Kompressoren an der Tankstelle)

Einfach? Stimmt.

Wirklich einfach. Und vor allem kein Grund mehr mit dem falschen Reifendruck herum zu fahren.

Bei mir ist der AEG KD 7.0* nun immer im Auto. So kann ich jederzeit den Reifendruck prüfen, und muss nicht erst eine Tankstelle mit vernünftigen Geräten suchen. In sofern eignet sich der Kompressor natürlich auch für all diejenigen, die ihre Reifen in der Werkstatt wechseln lassen.
Denn auch bei diesen Reifen sollte man regelmäßig den Druck prüfen und notfalls korrigieren.

Und wer, wie ich, eh schon einen Kompressor als Bordwerkzeug an Bord hat, kann dieses komische Gerät dann auch gleich entsorgen. Der AEG KD 7.0 war nur minimal größer als der vorhandene. Aber durch die Messung und automatische Abschaltung ist der dem Bordwerkzeug weit überlegen. Der Standard-Kompressor hätte auch maximal 2.5bar erreicht. Das reicht zwar meistens für die Reifen, aber die Handhabung ist doch deutlich schlechter als bei dem Kompressor von AEG. Wie ihr unten seht darf man auf diesem kleinen Manometer den richtigen Reifendruck abpassen um dann den Kompressor auszuschalten. Also muss der ständig überwacht sein.  Der AEG KD 7.0 dagegen arbeitet automatisch.

Bordwerkzeug-Kompressor und AEG KD 7.0
Bordwerkzeug-Kompressor und AEG KD 7.0 im Vergleich.

Wer ein Reserverrad hat, und keinen Kompressor, für den ist das natürlich erst recht was.  Auch dann, wenn das immer wieder im Gespräch befindliche Thema: „Geld für die Reifendruckprüfer an Tankstellen“ nie so kommen wird.

Absoluter Kauftipp* meinerseits, vor allem für den Preis.

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1 Kommentar

  1. Klaus sagt

    Ich habe mich dieses Jahr auch mal wieder an die „O – O“ – Regel gehalten – habe bereits in der ersten Osterferienwoche meine Reifen gewechselt. Leider kam dann mit dem Osterwochenende nochmal eine ordentliche Portion Schnee – wie ich so etwas hasse. So wie du das beschreibst, ist der Kompressor wirklich eine lohnenswerte Anschaffung. Ist auch nervig immer wegen Reifendruck zur Tanke zu fahren.

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